Glühende 42 Grad – wer hat eigentlich dieses Wetter bestellt?
Erinnert ihr euch noch an meinen Post „Wo bleibt das geile Wetter"? Damals stand die Duke in der Garage, ich hab gefroren und mir nichts sehnlicher gewünscht als die 15-Grad-Marke und ein bisschen Sonne auf der Haut.
Tja. Manchmal sollte man echt aufpassen, was man sich wünscht. 😅
Denn aktuell brennt hier in Baden-Württemberg die Luft – und zwar so richtig. Heiße Wüstenluft aus Nordafrika, ein Hoch, das sich einfach nicht vom Fleck bewegt, und Temperaturen, die man eher aus dem Urlaub kennt als von der heimischen Terrasse.
Ein bisschen Wetter-Wahnsinn in Zahlen
Der DWD warnt schon seit dem 18. Juni – das ist die früheste und mit Abstand eine der längsten Hitzewarn-Phasen seit Einführung des Warnsystems 2005. Heute, am Samstag, erreicht das Ganze seinen Höhepunkt: In der Kurpfalz (Mannheim, Heidelberg & Co.) sind bis zu 42 Grad drin, sonst meist 37 bis 41, nur im Bergland und Allgäu „nur" um die 35.
Und das Fieseste: Die Nächte. Unter 20 Grad kühlt es kaum noch ab, in Mannheim liegen die Tiefstwerte bei satten 25 Grad. Tropennächte mitten in BW. An Schlaf ist da kaum zu denken. Sogar die Bahn fährt teilweise eingeschränkt, weil dem Material die Hitze zu viel wird. Kann ich gut verstehen, geht mir genauso.
Motorrad? Komplett flach.
Das tut weh, das zuzugeben. Aber bei 40 Grad in voller Montur auf kochendem Asphalt – nein. Das ist kein Fahrvergnügen mehr, das ist mobile Sauna mit Sturzrisiko. Die Duke bleibt also brav im Schatten stehen und wartet mit mir auf bessere Tage.
Zocken oder basteln? Erst recht kein Bock.
Mein eigentlicher Plan B wäre ja: rein in die kühle Bude, Rechner an, ein bisschen zocken oder am Homelab schrauben. Nur dummerweise ist genau das gerade auch keine Option. Die ganze Elektronik heizt die Bude zusätzlich auf, der Tower wird zum Heizkörper, und man selbst klebt nach zehn Minuten am Stuhl. Spaß sieht anders aus.
Was bleibt? Abkühlung.
Am Ende läuft's auf das Offensichtliche raus: Freibad, Schatten, kaltes Wasser von innen und außen. Einfach nur runterkühlen und versuchen, irgendwie durch die heißesten Stunden zu kommen. Kein großes Programm – aber im Moment das einzig Vernünftige.
Licht am Ende des Hitzetunnels
Die gute Nachricht: Ab morgen soll sich das Ganze langsam drehen. Der DWD spricht von einer Umstellung der Wetterlage – allerdings nicht sanft, sondern voraussichtlich mit ordentlichen Gewittern und örtlich Unwettergefahr. Also passt am Wochenende auf euch auf, wenn's kracht. Danach geht's runter auf ganz normale Sommerwerte, und die Nächte werden endlich wieder erträglich.
Gruß in die Runde
Und damit der eigentliche Grund für diesen Post: Ein dickes Hallo und Durchhalten an euch alle da draußen!
Ich hoffe, ihr seid bisher gut durch diese Glut gekommen – ohne Kreislauf, ohne durchgeschwitzte Nächte und ohne dass euch die Hitze völlig flachgelegt hat. Trinkt genug, gönnt euch den Schatten, und schaut mal nach den Älteren und den Tieren in der Nachbarschaft. Die brauchen das bei so einem Wetter am meisten.
Bald ist's überstanden. Und dann sehen wir uns hoffentlich alle wieder draußen – ich mit der Duke, ihr womöglich auch.
Bleibt cool, im wahrsten Sinne. Bis dann!